Die Pädagogik in der Kinderkrippe

IMG_6788.JPGGabriele Schlierf ist die Leiterin der Kinderkrippe "Am Berg".
Melanie Lohmüller wurde zusammen mit dem Team der Kinderkrippe "Sternenhimmel" für ihre Arbeit ausgezeichnet.
In Georgensgmünd gibt es 96 Krippenplätze geben.
Zusammen mit der Vorständin des Diakonievereins sprachen wir über die Herausforderungen, die eine gute Pädagogik in der Kinderkrippe beachten muss:

Arendt: Als Mütter haben Sie Erfahrungen mit eigenen Kindern. Wann würden Sie Ihr Kind in eine Krippe geben?

Schlierf: Bei Bedarf, jederzeit, denn die Krippe ist eine wertvolle familienergänzende Einrichtung.

Lohmüller: Ich wäre froh gewesen, wenn es damals, als meine Kinder so klein waren, eine Krippe gegeben hätte, und das nicht nur zur Betreuung, sondern auch aufgrund der sozialen Kontakte.

Arendt: Nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen brauchen sehr kleine Kinder 40 % persönliche Aufmerksamkeit. Danach könnten Sie sich mit gutem Gewissen nur um 2 – 3 Kinder kümmern. Das bedeutet, dass sie mit Defiziten leben müssen.

Lohmüller: Defizite können wir und wollen wir nicht akzeptieren. Durch die Unterstützung unserer Vereinsführung erhielten wir soviel Personal, dass wir uns jedem Kind zuwenden können.

Schlierf: Wichtig ist, dass die Kinder sehr gut betreut werden.

Arendt: Wie geht der Diakonieverein mit der Herausforderung um, wenn Kinder unter einem Lebensjahr betreut werden?

Bimmüller: Es ist die Aufgabe des Trägers, soviel Personal anzustellen, dass eine optimale Betreuung gewährleistet werden kann.

Arendt: Frau Lohmüller, Ihre Einrichtung wurde gerade zertifiziert. Sie gehören mit zu den 3% der besten Einrichtungen in ganz Deutschland.

Lohmüller: Zusammen mit meinem großartigen Team bin ich sehr stolz darauf. Ich habe den Anspruch, die Qualität zu halten, deshalb müssen wir ständig daran arbeiten. Sonst bleiben wir stehen.

Arendt: Frau Schlierf, Sie haben lange Jahre im Kindergarten gearbeitet. Wo sehen Sie Unterschiede zwischen Kinderkrippe und Kindergarten?

Schlierf: Elternarbeit muss noch viel intensiver sein, da die Bedürfnisse der Kleinen anders sind, als im Kindergarten.

Lohmüller: Nach dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan kommt es auf eine Bildungs und Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Erzehern an. Da sich sehr kleine Kinder nicht deutlich artikulieren können, sind wir auf das ständige Gespräch mit den Eltern angewiesen. Die Beziehung zu jedem einzelnen Kind hat in der Kinderkrippe einen hohen Stellenwert und wird durch ein Bezugserziehersystem gewährleistet.

Arendt: Was war ihr schönstes Erlebnis in der Arbeit als Erzieherin?

Schlierf: Strahlende Kinderaugen!

Lohmüller: Der Aufbau der Kinderkrippe Sternenhimmel!

Arendt: Was fällt Ihnen spontan zum Wort „Vater“ ein?

Lohmüller: Väter sind heute sehr nahe an den Kindern, beteiligen sich mehr an der Erziehung, kommen gern zu Elternabenden. Ich freue mich darüber, dass es so ist.

Schlierf: Man spricht oft von Mutter-Kind Beziehung. Die Vater-Kind Beziehung spielt eine größere Rolle.
Arendt: Welche Rolle spielen Großeltern?

Lohmüller: Für meine Kinder ist es toll, dass sie mit Großeltern aufwachsen können. Ich kenne es auch anders. Es ist wichtig, dass es Einrichtungen gibt, die Eltern unterstützen, wenn z.B. die Großeltern zu weit weg wohnen oder sich nicht um ihre Enkel kümmern können.

Schlierf: Es ist wertvoll, wenn man in einer Großfamilie aufwachsen kann. Das gilt für alle Beteiligten, also alle Generationen. Krippe und Kindergarten sind eine hilfreiche Ergänzung.

Arendt: Sehr geehrte Mitarbeiterinnen, ich danke herzlich für dieses Gespräch.

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